Das Projekt investMINT


Kurzbeschreibung

Das Vorhaben „InvestMINT - Familiärer Einfluss auf das MINT-Interesse von Töchtern und Konzeption aktiver Beteiligungsformate zur gendersensiblen Studien- und Berufsorientierung“  der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg untersucht einerseits den Wirkungszusammenhang zwischen dem Einfluss der Eltern und der Berufswahl junger Frauen. Andererseits werden die Wünsche und Vorstellungen von Eltern, Lehrer/innen und Schülerinnen über interaktive Unterstützungs- und Beteiligungsformate im Rahmen einer gendersensiblen Berufs- und Studienorientierung erhoben. 

  1. Quantitative Erhebung zum Einfluss der Eltern auf die MINT-Berufs- und Studienorientierung ihrer Töchter
  2. Mixed-Methods-Erhebung über Wünsche und Vorstellungen von Eltern, Schülerinnen und Lehrer/innen zu interaktiven Unterstützungs- und Beteiligungsformaten zur MINT-Berufs- und Studienorientierung für Frauen
  3. Konzeption von mind. je zwei interaktiven Unterstützungs- und Beteiligungsformate für Schülerinnen, Eltern und Lehrer/innen zur gendersensiblen MINT-Berufs- und Studienorientierung für Frauen

Aus den Ergebnissen der Untersuchungen werden anschließend Konzepte im Sinne interaktiver Unterstützungs- und Beteiligungsformate für Schülerinnen, Eltern und Lehrer/innen für eine gendersensiblen  Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich entwickelt. Mit der Entwicklung der Unterstützungs- und Beteiligungsmaßnahmen für die genannten Zielgruppen strebt das Projekt eine Erhöhung der Teilhabe von Frauen in MINT-Berufen und MINT-Studiengängen an.


Methodischen Vorgehen

In der Projektlaufzeit werden eine quantitative Erhebung zum Einfluss der Eltern sowie eine Mixed-Method-Erhebung zu Wünschen und Vorstellungen von Eltern, Lehrer/innen und Schülerinnen bezüglich einer gendersensiblen, praxisnahen und nachhaltigen Berufs- und Studienorientierung durchgeführt. Aus den Ergebnissen wird anschließend ein Konzept für interaktive Unterstützungs- und Beteiligungsformate zur Berufs- und Studienorientierung für Eltern, Lehrer/innen und Schülerinnen im MINT-Bereich entwickelt.  Sowohl die Ergebnisse der beiden Untersuchungen als auch das entwickelte Konzept werden auf den Konsensuskonferenzen und einer wissenschaftlichen Abschlusstagung diskutiert und bundesweit in Form von Vorträgen und Publikationen verbreitet.

Ergebnisverwertung

Die Ergebnisverwertung konzentriert sich auf eine wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektive. Der wissenschaftliche Verwertungsplan sieht die Präsentation der (Zwischen-) Ergebnisse auf wissenschaftlichen Konferenzen und Tagungen sowie die Publikation der Projektergebnisse in ausgewählten Fachzeitschriften und auf der Homepage des Projekts vor. Gleichzeitig werden die Ergebnisse und die abgeleiteten Konzepte der Beteiligungs- und Unterstützungsformate zur gendersensiblen Studien- und Berufsorientierung von jungen Frauen im MINT-Bereich auf der fachlichen Abschlusstagung mit der wissenschaftlichen Community diskutiert und veröffentlicht. Die gesellschaftliche Perspektive ist charakterisiert durch die Bereitstellung der wissenschaftlichen Ergebnisse für die breite (Fach-) Öffentlichkeit.

So werden bereits innerhalb der Projektlaufzeit drei Konsensuskonferenzen durchgeführt, wo u.a. die Ergebnisse der Untersuchungen sowie das abgeleiteten Konzepte mit den Zielgruppen des Projekts diskutiert werden. Im Rahmen einer aktiven Netzwerkaktivität wird ein regionaler und überregionaler Transfer der Projektergebnisse an die VertreterInnen der entsprechenden Rechtskreise (SGBII, SGBIII, SGBVIII), die SozialpartnerInnen, die Unternehmen (u.a. Verbände), die Zielgruppen (u.a. Landeselternrat, Bundeselternrat, Schulen) als auch an die Landkreise und Kommunen erfolgen. Des Weiteren werden die Ergebnisse allen am Berufs- und Studienprozess beteiligten gesellschaftlichen Institutionen wie Bundesagentur für Arbeit, Arbeitgebervertretungen zur Verfügung gestellt.